Spielmannszug Holtheim 1933 e.V.

moderne Spielleutemusik aus Westfalen

Satzung des Spielmannszug Holtheim
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§ 1 Name und Sitz

(1) Der Verein trägt den Namen 'Spielmannszug Holtheim 1933 e.V.'

(2) Er hat seinen Sitz in Lichtenau-Holtheim

§ 2 Zweck, Aufgaben und Ziele

(1) Zweck des Vereins ist die Förderung der Volksmusik und ortsverwandter Bestrebungen und damit der Pflege von bodenständiger Kultur, des Brauchtums und des Heimatgedankens.

(2) Dieser Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch

  • die Ausübung der Spielleute-Musik durch regelmäßige Proben und musikalische Arbeit sowie durch die Ausbildung von Musikern und Jungmusikern;
  • die Förderung der Jugendpflege, der Jugendbildung und Jugendausbildung;
  • Durchführung von eigenen und Teilnahme an anderweitigen Musikveranstaltungen.

(3) Bei der Zweckverwirklichung stellt sich der Verein auch in den Dienst der Öffentlichkeit, insbesondere bei kulturellen und brauchtumspflegenden Veranstalltungen in der Gemeinde Holtheim.

(4) Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

(5) Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.

(6) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Die Ausübung von geschäftsführenden Vereinsämtern ist ehrenamtlich.

(7) Die Erfüllung des Vereinszwecks geschieht ohne Bevorzugung einer politischen oder konfessionellen Richtung.

(8) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. Jeder Beschluss über die Änderung der Satzung ist vor dessen Anmeldung beim Registergericht dem zuständigen Finanzamt vorzulegen.

§ 3 Mitgliedschaft

(1) Der Verein besteht aus aktiven, fördernden und Ehrenmitgliedern

(2) Aktive Mitglieder des Vereines können alle musikbegabten natürlichen Personen sein, sofern sie die in § 2 genannten Ziele verfolgen.

(3) Dem Verein können natürliche und juristische Personen als fördernde Mitglieder beitreten.

(4) Die Verleihung einer Ehrenmitgliedschaft ist zulässig.

(5) Die Mitglieder genießen alle Vorteile, die der Verein erwirkt.

(6) Aktive Mitglieder sollen an den Auftritten und Proben des Vereins regelmäßig teilnehmen.

§ 4 Erwerb der Mitgliedschaft

(1) Die Mitgliedschaft im Verein ist schriftlich bei dessen Vorstand zu beantragen.

(2) Über die Aufnahme eines Mitglieds in den Verein entscheidet der Vorstand. Lehnt dieser den Aufnahmeantrag ab, steht dem Betroffenen ein Widerspruchsrecht (Berufung) nach Maßgabe dieser Satzung offen.

(3) Die Mitgliedschaft beginnt mit dem Aufnahmeantrag stattgebenden Beschluss des Vorstandes. Lehnt dieser die Aufnahme ab, wird das Mitglied aber auf seinen Widerspruch hin in den Verein aufgenommen, so gilt als Zeitpunkt der Aufnahme der Zeitpunkt des Ablehnungsbeschlusses des Vorstandes.

(4) Auf Vorschlag des erweiterten Vorstandes kann die Mitgliederversammlung natürliche Personen, sofern diese einverstanden sind, als Ehrenmitglieder aufnehmen.

§ 5 Ende der Mitgliedschaft

(1) Die Mitgliedschaft endet durch Auflösung des Vereines, durch Austritt oder Ausschluss.

(2) Die Kündigung durch ein Mitglied ist mit Halbjahresfrist zum Ende eines Geschäftsjahres möglich. Die Kündigungserklärung ist schriftlich an den Vorstand zu richten.

(3) Durch Beschluss des Vorstandes kann ein Mitglied aus wichtigem Grund aus dem Verein ausgeschlossen werden. Zuvor ist dem Mitglied unter Mitteilung des Vorwurfs eine angemessene, in der Regel vierwöchige Frist zur Stellungnahme einzuräumen. Gegen den Ausschluss steht dem Mitglied die Berufung nach Maßgabe dieser Satzung offen. Bis zur Entscheidung über die Berufung ruht die Mitgliedschaft.

(4) Mit dem Ende der Mitgliedschaft erlöschen alle Mitgliedschaftsrechte, insbesondere Rechte an dem Vermögen des Vereines.

§ 6 Beiträge und Umlagen

(1) Der Verein erhebt von seinen Mitgliedern Beiträge. Über die Höhe der Beiträge entscheidet die Mitgliederversammlung.

(2) Darüber hinaus kann der Verein von seinen Mitgliedern Umlagen erheben. Über die Erhebung von Umlagen entscheidet die Mitgliederversammlung.

(3) Ehrenmitglieder sind von ihrer Beitragspflicht befreit.

§ 7 Geschäftsjahr und Verwaltung

(1) Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

(2) Bekanntmachungen des Vereines erfolgen in schriftlicher Form.

(3) Bei der Berechnung aller nach dieser Satzung maßgeblichen Fristen gilt das Datum des Poststempels.

§ 8 Organe des Vereins

(1) Organe des Vereines sind

  1. die Mitgliederversammlung
  2. der Vorstand im Sinne von § 26 BGB (geschäftsführender Vorstand)
  3. der erweiterte Vorstand

§ 9 Mitgliederversammlung

(1) Die Mitgliederversammlung ist die Versammlung der Mitglieder des Vereines. Jedes aktive Mitglied hat eine Stimme. Fördernde und Ehrenmitglieder haben keine Stimme. Ein Mitglied kann seine Stimme nicht übertragen.

(2) Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig, sofern diese Satzung oder zwingende Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches nichts anderes vorschreiben.

(3) Die Mitgliederversammlung ist mindestens einmal je Geschäftsjahr durch den Vorstand einzuberufen. Im übrigen erfolgt die Einberufung, wenn dringende Gründe dies erfordern oder mindestens sieben aktive Mitglieder dies schriftlich unter Angabe der Gründe und des Zwecks beantragen (außerordentliche Mitgliederversammlung).

(4) Die Einladung zur Mitgliederversammlung ist spätestens drei Wochen vor ihrem Termin unter Mitteilung der Tagesordnung den Mitgliedern in schriftlicher Form bekannt zu machen. Anträge, die auf dieser Mitgliederversammlung verhandelt werden sollen, sind mindestens sieben Tage vor der Versammlung schriftlich beim Geschäftsführer einzureichen.

(5) Die Mitgliederversammlung wird von dem Vorsitzenden des Vereines, im Falle seiner Verhinderung von seinem satzungsmäßigen Vertreter geleitet. Der Verhinderungsfall braucht nicht nachgewiesen zu werden.

(6) Die Mitgliederversammlung hat folgende Aufgaben:

  1. Feststellung, Änderung und Auslegung der Satzung
  2. Entgegennahme der Berichte des Vorstandes
  3. Entgegennahme des Berichts der Kassenprüfer
  4. Entlastung des Vorstands und erweiterten Vorstands
  5. Wahl der Mitglieder des Vorstands und des erweiterten Vorstands
  6. Entscheidung über Berufungen von Mitgliedern
  7. Erledigung der Anträge
  8. Entscheidung in allen übrigen ihr von der Satzung zugewiesenen Fällen.

(7) Bei Abstimmungen berechnet sich die Mehrheit nach der Zahl der abgegebenen Ja- oder Nein-Stimmen. Sofern die Satzung nichts anderes bestimmt, entscheidet die einfache Mehrheit. Vorbehaltlich anderslautender Satzungsbestimmungen gelten bei Stimmengleichheit ein Antrag als abgelehnt und eine Wahl als nicht erfolgt.

(8) Abstimmungen und Wahlen erfolgen in der Regel offen durch Handzeichen. Begehrt ein Stimmberechtigter eine geheime Abstimmung, so ist geheim abzustimmen. Entscheidung über Feststellung, Änderung und Auslegung der Satzung bedürfen einer Dreiviertelmehrheit.

(9) Über die Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift aufzunehmen, die von dem Versammlungsleiter und dem Protokollführer zu unterzeichnen ist.

§ 10 Vorstand

(1) Dem Vorstand im Sinne von § 26 BGB (geschäftsführender Vorstand) gehören an

  1. der Vorsitzende
  2. der stellvertretende Vorsitzende
  3. der Geschäftsführer

(2) Der geschäftsführende Vorstand führt die Geschäfte des Vereins, soweit diese nicht ausdrücklich und ausschließlich durch diese Satzung oder zwingende Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches der Mitgliederversammlung zugewiesen sind. Der geschäftsführende Vorstand ist Vorstand im Sinne von § 26 BGB und vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Der Vorsitzende oder ein von ihm Beauftragter ist zur Alleinvertretung berechtigt.

(3) Dem erweiterten Vorstand gehören an:

  1. die Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands
  2. der Musikalische Leiter
  3. der Tambourmajor
  4. der stellvertretende Geschäftsführer
  5. der Jugendvertreter

(4) Geschäftsführender und erweiterter Vorstand werden für die Dauer von drei Jahren gewählt. Sie bleiben bis zu einer Neuwahl im Amt. Wiederwahl ist zulässig.

(5) Tambourmajor und musikalischer Leiter werden auf unbegrenzte Zeit gewählt. Ihre Amtszeit endet mit der Ausscheiden auf eigenen Wunsch oder durch Beschluss der Mitgliederversammlung. Der Beschluss der Mitgliederversammlung über das Ausscheiden vom Amt sollte die Neuwahl eines neuen Amtsinhabers vorausgehen.

(6) Der Jugendvertreter wird von allen aktiven Mitgliedern unter 18 Jahren gewählt.

(7) Geschäftsführender und erweiterter Vorstand treffen ihre Entscheidungen durch Mehrheitsbeschluss. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Vorstandsbeschlüsse können auch in Form fernmündlicher Absprache gefasst werden. Sie sind schriftlich niederzulegen.

(8) Im Falle seiner Verhinderung werden die Aufgaben des Vorsitzenden vom stellvertretenden Vorsitzenden wahrgenommen, im Falle von dessen Verhinderung vom Geschäftsführer.

(9) Soweit aufgrund einer Auflage des Registergerichts, des Finanzamtes oder einer anderen Behörde eine Satzungsänderung erforderlich wird, ist der geschäftsführende Vorstand befugt, diese zu beschließen.

(10) Der Vorstand kann Verpflichtungen für den Verein nur in der Weise begründen, dass die Haftung der Mitglieder auf das Vereinsvermögen beschränkt ist. Demgemäß soll in allen namens des Vereins abzuschließenden Verträgen oder sonstigen abzugebenden Verpflichtungserklärungen die Bestimmung aufgenommen werden, dass die Vereinsmitglieder für die daraus entstehenden Verbindlichkeiten nur mit dem Vereinsvermögen haften.

§ 11 Wahlleiter

Der Wahlleiter wird auf der Mitgliederversammlung von dieser für die Dauer der Wahl des Vorsitzenden gewählt. Er gehört weder dem amtierenden erweiterten Vorstand an, noch ist er als Vorsitzender wählbar.

§ 12 Kassenprüfer

Die Kassenprüfer prüfen die Kasse und Rechnungslegung des Vereines vor dem Termin der Mitgliederversammlung und im übrigen dann, wenn die Mitgliederversammlung dies beschließt. Sie werden von der Mitgliederversammlung für die Dauer von einem Jahren gewählt. Ihre Wiederwahl ist zulässig. Sie dürfen nicht dem erweiterten Vorstand angehören.

§ 13 Geschäftsordnung

Der Verein gibt sich eine Geschäftsordnung. Diese wird von der Mitgliederversammlung beschlossen.

§ 14 Berufung

(1) In den von der Satzung vorgesehenen Fällen kann der Betroffene Berufung gegen den Beschluss des Vorstands einlegen.

(2) Die Berufung ist schriftlich binnen eines Monats nach Zugang des beschwerenden Vorstandsbeschlusses von dem Betroffenen bei der Geschäftsstelle einzulegen. Zweifel an der Einhaltung der Berufungsfrist gehen zu Lasten des Betroffenen.

(3) Über die Berufung entscheidet die nächstfolgende ordentliche Mitgliederversammlung. Ihre Entscheidung ist endgültig. Wird die Berufung in Fällen, in denen sie nach dieser Satzung möglich ist, nicht eingelegt, so liegt hierin gleichfalls ein Verzicht darauf, den ordentlichen Rechtsweg zu beschreiten.

§ 15 Gleichstellungsklausel

Werden Ämter oder Funktionen von Frauen ausgeübt, gelten ihre Bezeichnungen in der jeweiligen weiblichen Form.

§ 16 Auflösung des Vereins

(1) Die Auflösung des Vereins ist nur durch eine eigens zu diesem Zweck einberufene Mitgliederversammlung möglich, zu der wenigstens zwei Drittel der stimmberechtigten Mitglieder des Vereins anwesend sein müssen. Der Auflösungsbeschluss erfordert eine Dreiviertelmehrheit. Ist die zwecks Auflösung des Vereins einberufene Mitgliederversammlung mangels der erforderlichen Anzahl vertretener Mitglieder nicht beschlussfähig, so ist eine weitere entsprechende Mitgliederversammlung einzuberufen, die dann ohne Rücksicht auf die Anzahl der erschienenen Mitglieder entscheidet. Diese Einberufung kann vorsorglich mit der Einladung zu der zuerst anzuberaumenden Mitgliederversammlung verbunden werden. Im übrigen gelten die Regelungen zur ordentlichen Mitgliederversammlung entsprechend.

(2) Bei Auflösung des Vereins fällt das Vermögen des Vereines an den Heimatschutzverein Holtheim, der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke im Sinne dieser Satzung zu verwenden hat.

(3) Die vorstehenden Bestimmungen gelten entsprechend, wenn der Verein aus einem anderen Grund aufgelöst wird oder seine Rechtsfähigkeit verliert.

(3) Bei Auflösung des Vereins fungieren die Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands als Liquidatoren.

§ 17 Inkrafttreten

Diese Satzung tritt am 27.9. 2002 in Kraft.

Holtheim, 27.9.2002

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